Claude Debussy: Pelléas et Mélisande
Staatsoper Unter den Linden. úterý 23. června 2026
Staatskapelle Berlin, François-Xavier Roth
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Mit der Uraufführung von Pelléas und Mélisande 1902 forderte Claude Debussy die Hörgewohnheiten seiner Zeitgenossen heraus: Seine Instrumentationskunst ist raffiniert und innovativ, zudem überführt er die Wagnersche Leitmotivtechnik in eine subtile Klangfarbendramaturgie und beschreibt Atmosphären und Seelenstimmungen, die sich der Beschreibung entziehen und selbst die Musik oft nur anzudeuten vermag.

Die stoffliche Grundlage ist das gleichnamige Drama des flämischen Symbolisten Maurice Maeterlinck, eine tragisch endende märchenhafte Dreiecksgeschichte um die Stiefbrüder Golaud und Pelléas und die von beiden geliebte geheimnisvolle Mélisande. Die Handlung bleibt im Vagen, dafür werden psychische Tiefen ausgelotet. Die Tragödie findet nicht als offener Konflikt, sondern als unterschwelliger seelischer Prozess statt. Debussys Musik bleibt ebenso verhalten und nähert sich immer wieder der Stille. Unter der monochromen Oberfläche schillern jedoch die vielfältigsten Farben, und Debussy gelingt es, die rätselhafte, morbide Atmosphäre auf kongeniale Weise in Musik umzusetzen. 1991 hat Ruth Berghaus, einer der größten Regisseurinnen des 20. Jahrhunderts, das Bühnenwerk an der Staatsoper Unter den Linden inszeniert, mit viel Sinn für seine besonderen atmosphärischen Tönungen.

Musikalische LeitungFrançois-Xavier Roth
InszenierungRuth Berghaus
Szenische Einstudierung, SpielleitungKatharina Lang
Bühne, KostümeHartmut Meyer
Einstudierung ChorDani Juris
ArkelStephen Milling
GenevièveAnne Sofie von Otter
PelléasThomas Blondelle
GolaudSimon Keenlyside
MélisandeMagdalena Kožená
YnioldSolist des Tölzer Knabenchors
Arzt, HirteDavid Oštrek
Staatsopernchor
Staatskapelle Berlin