
Bruckners Sinfonien 8 im Originalklang
Heinrich Ignaz Franz Biber (1644–1704) Battalia. Suite D-Dur, C 61 (1673) Anton Bruckner (1824–1896) Sinfonie Nr. 8 c-moll, WAB 108 (1884–87) „Fassung 1887“ Ars Antiqua Austria Gunar Letzbor Violine & Leitung Orchestre des Champs-Élysées Philippe Herreweghe Dirigent Die Sinfonie Nr. 8 c-moll gehört „zu den allererstaunlichsten Schöpfungen nicht nur Bruckners, sondern der ganzen symphonischen Weltliteratur; mit Recht wurde sie ‚die Krone der Musik des 19. Jahrhunderts‘ genannt.“ Das Urteil gilt der 1892 uraufgeführten „Fassung 1890“, wohingegen es noch bis 1973 dauern sollte, ehe die „Fassung 1887“ zur Erstaufführung kam. Diese hatte Anton Bruckner im Sommer 1884 begonnen und nach ihrer auf den 10. August 1887 datierten Fertigstellung an den Dirigenten Hermann Levi geschickt, der ratlos vor der Riesenpartitur stand und zu einer Umarbeitung riet, die der tief getroffene Komponist schließlich auch vornahm, da er erkennen musste, dass die Dimensionen der Sinfonie jedes zeitgenössische Vorstellungsvermögen überstiegen. In ihr folgt dem Kopfsatz erstmals das Scherzo, womit der langsame Satz, in dem, singulär bei Bruckner, die Harfe zum Einsatz kommt, an die dritte Position rückt, während am Schluss des monumentalen Finales die Themen aller vier Sätze gebündelt werden und in vertikaler Schichtung simultan erklingen. ...








